20.8.19 – Medienbericht: ALOJOB besteht seit 25 Jahren

Bild Brigitte Baumgartner<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-gl.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>1120</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
1994 hat die Evangelisch-Reformierte Landeskirche die Beratungsstelle für Langzeitarbeitslose gegründet, 1997 kam die Arbeitsvermittlung hinzu. Obwohl die Gesellschaft heute anders mit dem Thema umgeht, hat sich für die Betroffenen nichts geändert.
Madeleine Kuhn-Baer,
Wurde vor 25 Jahren jemand arbeitslos, war dies ein Tabuthema. Heute wissen wir, dass es jeden treffen kann. «Die Gesellschaft geht anders um mit dem Thema» sagt Brigitte Baumgartner-Büsser, seit zehn Jahren Leiterin der Beratungs- und Arbeitsvermittlungsstelle ALOJOB. Aber: «Für die Betroffenen und deren Umfeld hat sich nichts geändert. Ein Jobverlust ist nach wie vor sehr schlimm und mit Existenzangst verbunden.»
Es sind denn auch immer noch viele erwerbslose und ausgesteuerte Menschen, welche die Hilfe der Stelle beanspruchen – unabhängig von Herkunft, Bildung oder Religion. Zur Trägerschaft gehört nun neben der Reformierten Landeskirche das Katholische Dekanat, und der Kanton Glarus leistet finanzielle Unterstützung. So können sämtliche Dienstleistungen gratis erbracht werden.

Breite Unterstützung
Zum Angebot gehören Beratung bei der Stellensuche in Einzelgesprächen, Begleitung bei Wiedereinstieg oder einer Neu-Orientierung, eine Schreibwerkstatt für Bewerbungen und allgemeine Korrespondenz, Arbeitsvermittlung, kreative Freizeitangebote sowie der Solishop, wo gut erhaltene Kleider kostengünstig erstanden werden können.
2018 wurden 234 Einzelberatungen, 43 Beratungen in der Schreibwerkstatt und 8856 vermittelte Arbeitsstunden in den Bereichen Reinigung, Bügeln, Gartenarbeit, Produktion usw. verzeichnet. Dass die Arbeitslosigkeit zurückgeht, zeichnet sich auch beim ALOJOB ab. «Einige konnten sich abmelden, weil sie eine Stelle gefunden hatten. Das ist sehr schön», sagt Brigitte Baumgartner. Denn Hauptaufgabe der Beratungsstelle ist ja die Re-Integration in den Arbeitsmarkt.
Zugenommen hat jedoch die Zahl von Migrantinnen, die arbeiten müssen, um die Existenz zu sichern. Reinigungseinsätze sind hier sehr begehrt. Angesichts der sprachlichen Probleme werden die Hilfesuchenden oft auch weiterverwiesen.
Diesen Herbst feiert ALOJOB – unterdessen als Verein unter Präsident Otto Wyss organisiert – das 25-jährige Bestehen. Ohne grosses Brimborium: «Die Betroffenen stehen auch beim Jubiläum im Mittelpunkt», sagt die Stellenleiterin. Schliesslich sollen die Spendengelder und Zuwendungen umsichtig und gezielt zugunsten der Langzeitarbeitslosen verwendet werden.

Info: ALOJOB, Mühleareal 27, Schwanden, 055 644 18 84, info@alo-job.ch, www.alo-job.ch

Madeleine Kuhn-Baer, Medienbeauftragte