Coronavirus – Massnahmen der Landeskirche

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Die aktuelle Situation rund um den Coronavirus betrifft auch die Kirchen stark.
Bei uns kommen in Gottesdienst, Unterricht und Seelsorge Menschen zusammen, was die Ansteckungsgefahr grundsätzlich erhöht. Viele Menschen sind verunsichert.
Stand: 28. Mai 2020, 12.00 Uhr



Am 20. Mai 2020 hat der Bundesrat überraschend beschlossen, dass ab dem 28. Mai 2020 wieder Gottesdienste stattfinden dürfen. Wir freuen uns darüber!
Zusätzlich hat sich der Bundesrat am 27. Mai 2020 für eine Lockerung des Versammlungsverbotes ausgesprochen.

Hierzu hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Rahmenschutzkonzept «Wiederaufnahme von Gottesdiensten und religiösen Zusammenkünften» erarbeitet, welches für die Kirchen verbindlich ist.
Das Rahmenschutzkonzept kann auf der Homepage des BAG heruntergeladen werden: » www.bag.admin.ch

Für die Landeskirche und die Kirchgemeinden heisst dies in Ergänzung zu den bereits kommunizierten Weisungen folgendes:

Gottesdienste
Gottesdienste dürfen unter Einhaltung eines entsprechenden Schutzkonzeptes und der gültigen Hygiene- und Abstandsregeln ab dem 28. Mai 2020 wieder stattfinden. Das Feiern des Abendmahls und der Gemeindegesang sind allerdings weiterhin untersagt. Zusätzlich sind die Kirchgemeinden aufgefordert, die Kontaktdaten der Gottesdienst-Teilnehmer aufzunehmen.

Aufgrund einer Initiative aus dem Pfarrkonvent ist es gelungen, dass die Glarner Kirchgemeinden zusammen jeden Sonntag, einschliesslich Auffahrt, bis und mit 7. Juni 2020 einen Video-Gottesdienst anbieten, welcher jeweils auf der Homepage der Landeskirche publiziert wird.

Kirchliche Veranstaltungen und Anlässe
Ab dem 30. Mai werden Versammlungen im privaten und öffentlichen Raum mit bis zu 30 Personen erlaubt sein. Ab 6. Juni wird die Obergrenze zusätzlich auf 300 Personen erhöht. Selbstverständlich sind die entsprechenden Schutzkonzepte sowie die Hygiene- und Abstandsregeln des Bundes umzusetzen.

Abdankungen:
Abdankungen können wieder in einem grösseren Rahmen und nicht nur im engsten Familienkreis durchgeführt werden. Dabei sind die Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten sowie das Standard-Schutzkonzept des Bundes «Beerdigungen im Familienkreis unter Covid-19» durch die Kirchgemeinden umzusetzen.

Konfirmationen:
Der kantonale Kirchenrat empfiehlt den Kirchengemeinden die Konfirmationsfeiern auf nach den Sommerferien zu verschieben. Bei einer früheren Durchführung sind selbstverständlich das Versammlungsverbot und die bundesrätliche Verordnung massgebend. Ein entsprechendes Schutzkonzept für die Teilnehmenden und die Sicherstellung der Hygiene-Massnahmen sind zwingend einzuhalten. Der Entscheid der Durchführung ist gemeinsam durch den örtlichen Kirchenrat und das Pfarramt zu fällen.

Kirchlicher Unterricht:
Seit dem 11. Mai 2020 findet der Präsenzunterricht in den Schulen wieder statt. Der kantonale Kirchenrat empfiehlt den Kirchgemeinden den Religionsunterricht erst nach dem 7. Juni 2020 wieder aufzunehmen. Dies begründet er damit, dass Lehrpersonen, Kinder und Eltern sich zuerst mit der neuen Situation auseinandersetzen müssen. Für eine Inbetriebnahme des Unterrichts, vor oder nach dem 7. Juni 2020, ist für die Kirchgemeinden eine Kontaktaufnahme mit der Schulgemeinde zwingend. Der örtliche Kirchenrat ist dafür verantwortlich, dass die Hygiene-Massnahmen des Bundes und die Vorschriften der jeweiligen Schulgemeinde umgesetzt werden. Verantwortlich für die Durchführung des Unterrichts ist somit der örtliche Kirchenrat.

Der kantonale Kirchenrat überprüft die Situation laufend und informiert, wenn sich die Situation verändert.


KANTONALER KIRCHENRAT
Pfr. Ulrich Knoepfel, Präsident