Coronavirus –Massnahmen der Landeskirche

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Die Verbreitung des Coronavirus betrifft auch die Kirchen stark. Bei uns kommen in Gottesdienst, Unterricht und Seelsorge Menschen zusammen, was die Ansteckungsgefahr grundsätzlich erhöht. Viele Menschen sind verunsichert.

Stand: 17. März 2020, 12.00 Uhr


Der Bundesrat hat die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19) in der Schweiz als «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz (EpG) eingestuft und an seiner Pressekonferenz vom Montag, 16. März 2020 die Massnahmen zur Eindämmung der Krankheit nochmals verschärft.

Bis zum 19. April 2020 sind sämtliche privaten und öffentlichen Veranstaltungen verboten. Restaurants, Freizeitbetriebe und Verkaufsgeschäfte sind geschlossen. Davon ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Öffentliche Verwaltungen und ein paar wenige andere (detaillierte Informationen unter»  www.bag.admin.ch).

Für die Landeskirche und die Kirchgemeinden heisst dies in Ergänzung zu den bereits kommunizierten Weisungen bis mindestens 19. April 2020 folgendes:

Gottesdienste:
Es finden keine Gottesdienste sowie gottesdienstliche Veranstaltungen und Feiern statt.
Detaillierte Informationen betreffend eines gemeinsamen Zeichens an Ostern folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Abdankungen:
Beerdigungen dürfen durchgeführt werden (explizit vom Bundesrat erwähnt), aber nur im engsten Familienkreis. Gedenk- und Erinnerungsfeiern können zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Taufen und Trauungen:
Es finden weder Taufen noch Trauungen statt. Diese werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Konfirmationen:
Es finden keine Konfirmationen statt. Diese werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Kirchlicher Unterricht:
Es findet kein kirchlicher Unterricht statt. Die Handhabung des kirchlichen Unterrichts folgt grundsätzlich den Vorgaben der kantonalen Bildungsdirektion im Blick auf die öffentlichen Schulen, diese haben den Unterricht bis mindestens 19. April 2020 ausgesetzt.
Verbindliche religionspädagogische Module, die in diesem Zeitraum stattgefunden hätten, gelten als besucht und müssen von den Kindern und Jugendlichen nicht nachgeholt werden.

Veranstaltungen:
Es finden keinerlei kirchliche Veranstaltungen statt (Vorträge, Hauskreise, Treffpunkte, Konzerte, Kirchgemeindeversammlungen, Reisen, Lager usw).

Offene Kirchen:
Den Kirchgemeinden wird empfohlen, die Kirchen offen zu halten, um den Menschen die persönliche Andacht weiterhin zu ermöglichen. Auch dies wurde vom Bundesrat explizit erwähnt und zeugt von einem grossen Vertrauensbeweis gegenüber den Kirchen! Die Kirchgemeinden haben jedoch sicherzustellen, dass keine spontanen «Schatten-Veranstaltungen» wie z.B. spontane Gebetsversammlungen stattfinden.

Sitzungen:
Sitzungen von kirchlichen Behörden und Gremien unter physischer Anwesenheit von Personen finden nur statt, soweit sie aus zeitlichen und sachlichen Gründen zwingend sind, nicht mehr als 10 Personen umfassen und die Einhaltung der Abstandsregeln gewährleistet ist.

Pfarrämter:
Die Pfarrämter stellen die persönliche Erreichbarkeit einer Pfarrerin oder eines Pfarrers sicher. Die Pfarrämter und die weiteren Dienste der Kirchgemeinden nehmen die Seelsorge in erster Linie telefonisch oder mittels anderer elektronischer Medien wahr. Ausnahmsweise können Seelsorgegespräche mit physischer Anwesenheit stattfinden, sofern die massgebenden Anordnungen und Empfehlungen der staatlichen Behörden eingehalten werden. Soweit Spitäler und andere Institutionen über ein eigenes Pfarramt verfügen, nimmt dort ausschliesslich dieses die Seelsorge wahr.

Der kantonale Kirchenrat überprüft die Situation laufend und informiert, wenn sich die Situation verändert.


KANTONALER KIRCHENRAT
Pfr. Ulrich Knoepfel, Präsident