Ostern – Gemeinsame Zeichen der Hoffnung

Zwei Kerzen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>203</div><div class='bid' style='display:none;'>1849</div><div class='usr' style='display:none;'>1</div>
EKS und SBK rufen zu gemeinsamen Zeichen der Hoffnung auf
Die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Corona-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Bis Gründonnerstag werden im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen.

Geschlossene Geschäfte und Institutionen, abgesagte Gottesdienste und Veranstaltungen: Die Corona-Krise trifft die Schweizer Gesellschaft nicht nur gesundheitlich und wirtschaftlich, sondern auch emotional und spirituell.

Aktion «Passionslicht»: Ein Lichtermeer soll entzündet werden

Um ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit zu setzen, rufen nun die Schweizer Bischofskonferenz SBK und die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS in einer gemeinsamen Botschaft alle Menschen auf, jeweils donnerstags um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden, sie sichtbar vor dem Fenster zu platzieren und etwas zu beten, z.B. ein Vaterunser: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen. «Für sie alle bitten wir um Gottes Beistand und drücken so unsere Verbundenheit mit ihnen aus», so Bischof Gmür. Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen. «Kirche ist mehr als ein Haus – sie ist ein Auftrag, für einander zu sorgen, in der Bedrohung jetzt erst recht», sagt Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Die Aktion «Passionslicht» dauert vorläufig bis Gründonnerstag.

Aktion «Osterläuten»

Ein schweizweites und ökumenisches Osterläuten soll trotz der räumlichen Distanz untereinander Gemeinschaft erfahrbar machen und die wechselseitige Sorge füreinander bestätigen.

Die Kirchgemeinden sind eingeladen, die Kirchenglocken läuten zu lassen...

...am Gründonnerstagabend, 9. April 2020, 20.00 Uhr (d.h. zeitgleich mit dem Passionslicht)
...am Ostersonntag, 12. April 2020, 10.00 Uhr (d.h. zu Beginn des Fernseh-Gottesdiensts)

Aktion «Osterlicht»

Auf die Dunkelheit des Todes an Karfreitag folgt das Licht der Auferstehung, an das mit dem Lebensfeuer in der Osternacht erinnert wird. Nach der Tradition des Osterfeuers wird am Karsamstag bei Sonnenuntergang ein Feuer angezündet, das das Licht der Auferstehung Christi symbolisiert, das seine Kirche in die Welt trägt.
Die Kirchgemeinden sind eingeladen, am Karsamstag um 20 Uhr an einem geeigneten Platz vor der Kirche Osterlichter oder ein Osterfeuer (unter strikter Beachtung des Versammlungsverbots) anzuzünden. Gleichzeitig sollen die Gemeindemitglieder eingeladen werden, erneut Kerzen vor ihren Fenstern anzuzünden. Sie bilden so eine Gemeinschaft, die das Auferstehungslicht in die Welt leuchten lässt, in Verbundenheit mit den anderen Kirchgemeinden und anderen Konfessionen. Die genauen Umsetzungsformen sind der Kreativität der einzelnen Gemeinden überlassen.

Aktion «Osterhilfe»

Ebenfalls bereits lanciert wurde die Aktion «Osterhilfe» durch die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS).
Die Schwierigkeiten und Einschränkungen, die das Corona-Virus unseren Lebensgewohnheiten und unserem Gemeinschaftsleben auferlegt, dürfen nicht dazu führen, dass wir darüber die Leiden an anderen Orten der Welt aus dem Blick verlieren. Die Sorge füreinander macht uns aufmerksam für die Leiden der anderen. Wir teilen das österliche Licht der Hoffnung mit allen Menschen, deren Leib und Leben bedroht sind. Die EKS ermutigt daher Kirchen, Gemeinden und Kirchenmitglieder zur Nächstenliebe gegenüber den Zehntausenden von Flüchtlingen aus dem Krieg in Syrien, die entweder an der griechisch-türkischen Grenze (Lesbos) oder bereits an der syrisch-türkischen Grenze (im Norden Syriens) aufgehalten werden und unter entsetzlichen humanitären Bedingungen ausharren müssen, die sich durch das Auftreten des Corona-Virus in der Region nochmals verschärfthaben. Es werden zwei komplementäre Projekte vorgeschlagen.

Unterstützte Projekte auf Lesbos und im Norden Syriens:

Ökumenisch getragenes Projekt: Auf Lesbos läuft eine medizinische Notfallmassnahme der Guido Fluri Stiftung zugunsten des Stadtspitals von Mytilene: Medizinische Notfallausrüstung, Instrumente, Medikamente und adäquate Ausrüstung zur Bewältigung von Covid-19 werden transportiert.

Zusätzliches EKS-Projekt: Im Norden Syriens setzt HEKS die im November 2019 begonnene humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Konflikt zwischen der Türkei und Syrien fort und baut sie im Moment sogar auf. Ca. 20‘000 Menschen erhalten u.a. Hygieneartikel, die Kinder werden weiterhin in kleinen Gruppen geschult und erhalten eine Mahlzeit. Kirchen sind oft eine der wenigen Orte, um etwas zur Ruhe zu kommen und Trost/Ermutigung zu finden.

Spendenkonto:

IBAN: CH40 0079 0016 5902 3311 1 // SWIFT: KBBECH22XXX

Bank/Bank: Berner Kantonalbank BEKB, Bundesplatz 8, 3001 Bern

Begünstigter/Empfänger: Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS,
Osterkollekte 2020-Nothilfe, Sulgenauweg 26, 3001 Bern


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