25.10.20 – Medienbericht: Wer war Maria Magdalena?

Bild 2 Kirche unterwegs Braunwald <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Madeleine&nbsp;Kuhn-Baer)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-gl.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>2124</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
Wer bin ich? Wie sehen mich andere? Wie bin ich wirklich? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des «anderen» Gottesdienstes von «Kirche unterwegs» in Braunwald.
Madeleine Kuhn-Baer,
Lebendige Frauengeschichten berührend, bewegend und kreativ dargestellt – das ist «Kirche unterwegs». Im Auftrag des kantonalen Kirchenrates der Reformierten Landeskirche gestaltet ein Frauenteam jedes Jahr einen «anderen» Gottesdienst, der in zwei Kirchgemeinden durchgeführt wird.
Am vergangenen Sonntag lud das Team zum Feiern in die Dorfkirche Braunwald ein. Im Mittelpunkt stand Maria Magdalena. Die Frau also, die Jesus bis zu seinem Tod am Kreuz nicht verlassen hatte. Viel wurde von ihr erzählt. War sie die Geliebte von Jesus? Eine Spinnerin? Oder gar eine Heilige?
Pfarrerin Dagmar Doll, Selina Lienhard, Andrea Zweifel und Ursi Zweifel unterhielten sich über Maria Magdalena respektive über die unterschiedlichen Bilder, die sie von ihr im Kopf hatten. «Solche Bilder von anderen entstehen auch, weil wir Menschen versuchen, andere einzuordnen in das, was wir kennen. Das kann hilfreich sein, um unsere Welt zu verstehen. Aber es kann auch dazu führen, dass wir anderen überhaupt nicht gerecht werden. Weil wir sie in die falsche Schublade gesteckt haben. Weil das Bild, das wir von jemandem haben, manchmal mehr über uns aussagt als über die andere Person», sagte Dagmar Doll.

Wie war sie wirklich?
Im Anschluss an ein gemeinsames Nachdenken über diese Art von Rollenzuschreibungen kam Maria Magdalena – verkörpert von Irina Kasper – selber zu Wort. «Ich bin eine Frau, die viel in ihrem Leben durchgemacht und einige radikale Veränderungen erlebt hat», erzählte sie. Ihre Erfahrung mit Gott sei, dass er sich uns zuwende. Und: «Ich werde gesehen und ich sehe.» Dies habe ihr Leben verändert und geheilt. Die Erfahrung helfe ihr, nicht nur sich selber richtig wahrzunehmen, sondern auch andere Menschen – in deren Leid und Freude. Ihre abschliessende Bitte: «Lasst euch ein auf diesen Blick Gottes. Lasst euch anschauen und erkennt euch selbst und andere. Dann erkennt ihr auch Gott.»
Der wiederum eindrückliche Gottesdienst wurde musikalisch hervorragend umrahmt von Mimoza und Shqiprim Idrizi sowie Moses Kobelt an der Orgel. Er wird am 8. November um 9.30 Uhr in der reformierten Kirche Mollis wiederholt.

Madeleine Kuhn-Baer, Medienbeauftragte