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Bloss nicht stolpern! Süd-Ansichten, Teil 5

Süd Ansichten<div class='url' style='display:none;'>/kg/grosstal/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-gl.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>21</div><div class='bid' style='display:none;'>1777</div><div class='usr' style='display:none;'>17</div>
Gab es eigentlich so etwas wie eine Pandemie? Besteht eigentlich noch eine echte Gefahr? Wenn man im Glarnerland unterwegs ist, könnte man meinen, es sei alles so wie immer. «Wir wollen nicht vor der Ziellinie stolpern», liess sich Bundesrat Alain Berset heute Mittwoch, den 20. Mai vernehmen. Abstandsregeln und Händewaschen werden uns sicher noch länger begleiten.
Werner Hinnen aus Braunwald würdigt in diesem fünften Beitrag unserer Serie «Süd-Ansichten» die Art und Weise, wie der Bundesrat die Krise gemeistert hat. Er ist der Meinung, dass der Weg daraus hinaus anspruchsvoller werden dürfte als die akute Phase selbst. Gerade deshalb wünscht er uns allen Toleranz.

In diesem Sinn: Bitte nicht stolpern!
Christoph Schneider,
Unsere Fragen mit den Antworten von Werner Hinnen, wohnhaft in Braunwald.

Was hat in dieser Zeit für Dich eine besondere Bedeutung bekommen?
Es wurde mir einmal mehr klar, wie schön wir in Braunwald leben. Über die Corona-Pandemie hören wir viel, sind aber viel weniger betroffen und auch viel weniger gefährdet als Personen im Tal.
Bewusst Personen kontaktieren.

Was fehlt Dir?
Sicher fehlt der direkte Kontakt zu Tochter, Schwiegersohn und Enkel. Ebenso fehlt das Zusammensein mit Freunden in Braunwald.

Was fehlt Dir gar nicht?
Der Einkaufsrummel.

Schränkt Dich etwas ein?
Nein, höchstens, dass wir unsere Familie nicht sehen können.

Was beschäftigt Dich besonders?
Ich denke, dass unsere Regierung die Krise sehr gut bewältigt. Es ist mir klar, dass der Weg zur Normalität viel schwieriger wird als der Lockdown. Es hat sich gezeigt, wie sensibel die Welt geworden ist. Ein Virus reicht, und das Leben kommt fast gänzlich zum Erliegen.
Die Verschwörungstheorien ärgern mich, tragen sie doch überhaupt nichts zur Lösung der Probleme bei. Wie jüngste Fernsehberichte zeigen, werden die Auseinandersetzungen leider nicht nur verbal geführt, es wird massiv Gewalt angewendet.
Teile unserer Politiker in Bern benutzen die Sozialen Medien bewusst oder unbewusst zu Aussagen von Halbwahrheiten und schüren damit ebenfalls den Unmut in der Gesellschaft.

Was möchtest Du als Erstes tun, wenn alles wieder möglich ist?
Ganz klar die Familie in Bülach und Freunde besuchen.

Nimmst du an, dass sich Einstellungen und Haltungen durch die Erfahrungen der letzten Wochen dauerhaft verändern werden?
Nein.

Hast Du ein Fundstück für uns? Das kann ein Bild, ein Text, ein Gedanke sein.
Sind tollerant zu dä Mitmänsche und bliibed gsund.

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Bereitgestellt: 20.05.2020
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