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Mehr Zeit in unruhigen Zeiten: Süd-Ansichten, Teil 7

Süd Ansichten<div class='url' style='display:none;'>/kg/grosstal/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-gl.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>21</div><div class='bid' style='display:none;'>1777</div><div class='usr' style='display:none;'>17</div>
Ob es das wohl war? Zwar erleben wir hier wieder so etwas wie Normalität, während in anderen Weltgegenden die Infektionszahlen ungebremst steigen, ebenso die Todesfälle. Wir werden aber unser Leben noch länger unter gewissen Vorbehalten zu gestalten haben, sicherlich solange kein Impfstoff gefunden ist. Reisen in die Ferne verbieten sich, Massenveranstaltungen kommen nicht in Frage. Und was ist, sollte es zur vielbeschworenen zweiten Welle kommen? Wir müssen uns daran gewöhnen, ständig daran erinnert zu werden, dass Leben immer bedrohtes Leben ist.

Interessanterweise öffnet die Ausnahmesituation aber auch die Augen für den Wert von bisher Unterschätztem. In der vorliegenden Wortmeldung spielt die vermehrte Zeit, welche durch den freigefegten Kalender entstand, eine Hauptrolle. Barbara Vögeli aus dem Chlytal, die bei Pro Senectute Glarus tätig ist, lässt uns an ihren Gedanken teilhaben.

Beim nächsten Mal halte ich Rückschau und beantworte die Fragen meinerseits. Damit geht die erste Runde der Süd-Ansichten zu Ende. Ob es eine zweite Staffel gibt, liegt an Ihnen und Ihren Vorschlägen, liebe Leserinnen und Leser.

Auf Ihre Rückmeldung freut sich,
Christoph Schneider,
Unsere Fragen mit den Antworten von Barbara Vögeli, Leiterin Kurse – Finanzen bei Pro Senectute Glarus, wohnhaft im Chlytal.

Was hat in dieser Zeit eine besondere Bedeutung bekommen?

Die Zeit ohne Termine. Eigentlich habe ich meine Termine meistens gerne wahrgenommen. Sicherlich war meine Agenda den meisten Leuten zu voll bespickt. Trotzdem sah ich immer
wieder einen Sinn, diese Zeit dafür einzusetzen. Und jetzt ohne Termine habe ich dies sehr genossen und diese Zeit als befreiend empfunden.

Was fehlt Dir? Was fehlt Dir gar nicht?

Die Einsamkeit und die Stille hat mir am Anfang gutgetan. Trotzdem merkte ich, dass mir die sozialen Kontakte nach der Erholungsphase je länger je mehr fehlten.

Schränkt Dich etwas ein?

Nein, gar nichts. Wir hatten alles, und ich bin darüber sehr dankbar.

Was beschäftigt Dich besonders?

Was ist, wenn das Virus Corona oder auch andere Viren jährlich wiederkommen und uns immer wieder zu solchen Massnahmen zwingen? Nicht immer können wir Menschen dies dann so locker wegstecken, immer wieder aufs Neue sich anpassen und einschränken wird sicherlich für viele psychisch ein Problem.

Was möchtest Du als Erstes tun, wenn alles wieder möglich ist?

In den Zoo nach Zürich.

Nimmst Du an, dass sich Einstellungen und Haltungen durch die Erfahrungen der letzten Wochen dauerhaft verändern werden? Wenn ja, welche?

Ich hoffe sehr. Stichworte: Nachhaltigkeit, Sorge zum eigenen Land, Eigenproduktion/-versorgung, aber auch die solidarische Hilfe untereinander habe ich bei meiner Arbeitsstelle bei der Pro Senectute Glarus als wunderbar erfahren.

Hast Du ein Fundstück für uns? Das kann ein Bild, ein Text, ein Gedanke sein.

Kleiner im Denken und Handeln zu werden wäre für mich ein Segen.

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Verantwortlich: Christoph Schneider
Bereitgestellt: 10.06.2020
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