Frühlingssynode: Zügige Verhandlungen, ausführliche Verabschiedungen

bkAbschieddIMG_0028 (Foto: Swantje Kammerecker)
Personelles prägte die Synode: Pfarrer Bert Missal wurde zum neuen Dekan gewählt, die scheidende Vize-Kirchenratspräsidentin Barbara Hefti gewürdigt, 6 Personen wurden vereidigt und 13 mit Dank verabschiedet.
Swantje Kammerecker,
Am Donnerstag, dem 11. Juni, liess Synodepräsident Andreas Hefti bereits nach eineinhalb Stunden die Schlussglocke läuten. Rechenschaftsberichte des Kantonalen Kirchenrates und der Geschäftsprüfungskommission sowie die mit einem kleinen Verlust abschliessende Jahresrechnung wurden diskussionslos genehmigt und bildeten den Rückblick auf ein Jahr mit diversen, auch aussergewöhnlichen Aktivitäten ab – wie dem Einsatz der beiden Landeskirchen am ESAF + 2025 und mit einem Stand an der Glarner Messe. Während es aktuell eher ruhig zugeht, soll das Thema Kirchenentwicklung in der nächsten Amtsperiode wieder in den Fokus rücken, so die Mitteilung des Synodepräsidenten. Unter den Traktanden gab es keines, das eine Abstimmung erforderte; nur eine Konsultation zur Frage, wie das Memorial künftig versandt werden soll – in elektronischer und verschlankter Papier-Form lassen sich Ressourcen sparen.

Mit den Eröffnungsworten des scheidenden Vize-Dekans René Hausheer-Kaufmann, der daran appellierte, das Feuer des Glaubens weiterzutragen, mit der Würdigung der zurücktretenden Vize-Präsidentin des Kantonalen Kirchenrats Barbara Hefti durch den Kirchenratspräsidenten Sebastian Doll und einer grossen Verabschiedungsrunde am Schluss erhielt die Synode einen persönlichen Rahmen. Marianne Lienhard als scheidende Vize-Synodepräsidentin dankte der Synode und ihrem Präsidenten ebenfalls. Sie verbleibt aber, ebenso wie der scheidende Revisor der Geschäftsprüfungskommission (GKP) Felix Lehner, in der Synode. Den Austritt aus der Synode gaben Martha Näf (Präsidentin GPK), Jacqueline Paysen-Petersen, Marika Häcker, Brigit Jud, Walter Schaub, Bettina Calonder, Lukrezia Baumgartner und Denise Bischofberger. Pensioniert wird das Pfarrehepaar Martina und René Hausheer-Kaufmann, seit 2019 in Niederurnen tätig. Pfarrer Bert Missal wurde als neuer Dekan gewählt. Das Gelübde legten als neue Pfarrpersonen in der Synode Heiko Rüter, Regula Eschle Wyler, Bruno Wyler-Eschle ab und als neue Synodale aus Glarus-Riedern Petra Jenny sowie die Pfarrpersonen Almut Neumann und Beat Wüthrich, die über das Pensionsalter hinaus in der Synode und im Amt verbleiben.

In seiner Ansprache zu Beginn der Synode verknüpfte Andreas Hefti den Blick in die Zukunft mit einem Rückblick auf das historische Ereignis der Badener Disputation vor 500 Jahren. In den Anfangsjahren der Reformation wurden leidenschaftliche Streitgespräche um den Glauben geführt: Die Altgläubigen wollten die Einheit der Christen bewahren, die Zwinglianer hielten mit ihrer eigenen Lehre dagegen. Neu war 1526, dass auch weltliche Behörden Disputationen führten, man statt Latein Deutsch sprach und auch Laien beteiligt wurden. Noch heute, so Hefti, böten die Kirchenparlamente, mit Laien und Pfarrpersonen besetzt, solch ein förderliches Umfeld für konstruktive Auseinandersetzungen. Ob mehr wie in der «Arena» oder im Bundesrat – diese brauche es, um zu mutigen Entscheiden und Lösungen zu kommen. Und dazu, so zitiert Hefti nochmals René Hausheer-Kaufmann: Geduld, Herzblut, Liebe, das Feuer des Glaubens. Abschliessend wünschte er allen einen schönen Sommer und der Synode, dass sie am 5. November mit bisherigen und neuen Gesichtern wieder frisch in die Zukunft starten möge.