Das Universum und unser Leben sind Mysterien und Pfingsten, das schöne Fest, das zu feiern wir uns vorbereiten, ebenso. Vielleicht lässt es sich eher in Poesie fassen, als mit dem Verstand begreifen?
Swantje Kammerecker,
Von Beat E. Wüthrich
Staunen
Seien wir ehrlich, wir wissen sehr wenig. Weil wir jedoch nicht wissen, was wir nicht wissen, können wir unsere Unwissenheit gar nicht einschätzen. Aber dass sie riesig ist, spüren wir. Und das trifft in der Theologie genauso zu wie in der Wissenschaft. Jesus selber sagte, er wisse nicht, wann das Ende kommen würde, nicht einmal die Engel im Himmel, sondern nur der Vater.
Das Universum und unser Leben sind Mysterien und Pfingsten, das schöne Fest, das zu feiern wir uns vorbereiten, ebenso: Der Geist, ausgegossen auf die Menschen, die sich zu Christus halten...!? Auch da gibt Jesus unserem Wissen eine Abfuhr: "Der Wind weht, wo er will," sagte er, "und du hörst sein Sausen; aber du "weisst nicht", woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist."
Dennoch trägt diese unsere Beschränkung Gutes in sich. Denn wo das Wissen an seine Grenzen stösst, beginnt das Staunen. Und Staunen ist Anbetung.
Umgeben von Zeit und Raum,
gehe ich von Ort zu Ort.
Verweile ich? Bewege ich mich fort?
Wer kann es wissen? Ich wohl kaum...
Gesäumt von Rätseln, ist mein Weg,
von Gleichungen und dunkler Energie,
von Seufzern, Intrigen und Glücksloterie.
Wo ist das Ziel, wo der Beleg,
dass ich erkennen könnte,
dass ich es nennen könnte,
was vergeht und was besteht,
wohin die Reise letztlich geht?
Umgeben von Wind wie von Ewigkeit
von einer Riesenanzahl Quanten
die sich nie an Regeln halten,
von unsichtbarer Unendlichkeit
und meinem kleinen Garten,
in dem ganz kleine Wesen,
zwischen grünen Gräsern,
wie ich und Du, auf die warme Sonne warten...
Hör her...! Jetzt spricht der Mensch mit hohen Worten.
Schau doch! Er glaubt an sich und traut sich.
Er kennt das Wenige, an das er denkt
und weiss doch nicht, wer seine Schritte lenkt.
"Warum seine Stimme wohl so laut ist?"
...fragen sich die Wesen in den Wiesen,
und die spielenden Kinder im Sonnenlicht...
"Nicht so laut! Wir hören's trotzdem nicht!
Wir möchten eben nicht nur Wissen,
wir möchten auch das Leben küssen!"
Und aus der Tiefe ferner Welten
erhebt sich ein Raunen,
ist es ein Schelten?
"Fang doch wieder an zu staunen!"
Staunen
Seien wir ehrlich, wir wissen sehr wenig. Weil wir jedoch nicht wissen, was wir nicht wissen, können wir unsere Unwissenheit gar nicht einschätzen. Aber dass sie riesig ist, spüren wir. Und das trifft in der Theologie genauso zu wie in der Wissenschaft. Jesus selber sagte, er wisse nicht, wann das Ende kommen würde, nicht einmal die Engel im Himmel, sondern nur der Vater.
Das Universum und unser Leben sind Mysterien und Pfingsten, das schöne Fest, das zu feiern wir uns vorbereiten, ebenso: Der Geist, ausgegossen auf die Menschen, die sich zu Christus halten...!? Auch da gibt Jesus unserem Wissen eine Abfuhr: "Der Wind weht, wo er will," sagte er, "und du hörst sein Sausen; aber du "weisst nicht", woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist."
Dennoch trägt diese unsere Beschränkung Gutes in sich. Denn wo das Wissen an seine Grenzen stösst, beginnt das Staunen. Und Staunen ist Anbetung.
Umgeben von Zeit und Raum,
gehe ich von Ort zu Ort.
Verweile ich? Bewege ich mich fort?
Wer kann es wissen? Ich wohl kaum...
Gesäumt von Rätseln, ist mein Weg,
von Gleichungen und dunkler Energie,
von Seufzern, Intrigen und Glücksloterie.
Wo ist das Ziel, wo der Beleg,
dass ich erkennen könnte,
dass ich es nennen könnte,
was vergeht und was besteht,
wohin die Reise letztlich geht?
Umgeben von Wind wie von Ewigkeit
von einer Riesenanzahl Quanten
die sich nie an Regeln halten,
von unsichtbarer Unendlichkeit
und meinem kleinen Garten,
in dem ganz kleine Wesen,
zwischen grünen Gräsern,
wie ich und Du, auf die warme Sonne warten...
Hör her...! Jetzt spricht der Mensch mit hohen Worten.
Schau doch! Er glaubt an sich und traut sich.
Er kennt das Wenige, an das er denkt
und weiss doch nicht, wer seine Schritte lenkt.
"Warum seine Stimme wohl so laut ist?"
...fragen sich die Wesen in den Wiesen,
und die spielenden Kinder im Sonnenlicht...
"Nicht so laut! Wir hören's trotzdem nicht!
Wir möchten eben nicht nur Wissen,
wir möchten auch das Leben küssen!"
Und aus der Tiefe ferner Welten
erhebt sich ein Raunen,
ist es ein Schelten?
"Fang doch wieder an zu staunen!"
